Stoppen – Starten – Weitermachen
  Eine „Change-Agenda“ für die tägliche Praxis

Das ganze Gerede vom „Change" können ja viele nicht mehr hören. Trotzdem hat jeder Mensch immer mal wieder die eine oder andere Veränderung zu meistern – kleine oder große, private oder berufliche. Gefragt sind dann Taten, keine hohlen Phrasen.

Dabei habe ich mit dem Dreiklang „Stoppen – Starten – Weitermachen" gute Erfahrungen gemacht – gerade auch in „Change-Projekten". Die sind zunächst hochtrabend strategisch dahergekommen. Und dann sind sie den Menschen mit ihren Gewohnheiten auf die Füße gefallen.

Beginne mit „Weitermachen"

Und damit geht es dann los: mit den Gewohnheiten. Denn diese brauchen wir als gesunde Routinen. Eine erste Frage ist also: Was können wir beibehalten und weitermachen? Das klingt zunächst paradox, wenn es doch gilt, sich selbst, andere Menschen und Dinge zu verändern. Doch Veränderung braucht auch Stabilität. Und Menschen brauchen Sicherheit. Wenn ich also anstrebe, dass sich die 80% sicherheitsorientierten Menschen verändern, dann muss ich diesem Sicherheitsbedürfnis berücksichtigen. Praktisch heißt das: ich muss gemeinsam mit ihnen das herausschälen, was auch in Zukunft Bestand haben soll. Mit was wollen wir also weitermachen – weil es zielführend ist?

Das ist kein fauler Kompromiss, sondern eine notwendige Bedingung, dass sich sicherheitsorientierte Menschen verändern. Wer sich bei bestimmten Denk- und Handlungsweisen bestätigt fühlt, akzeptiert Veränderungen eher.

Stoppen: „Hör auf mit …"

Mit welcher Botschaft bewege ich sicherheitsorientierte Menschen eher: „Hör auf mit …?" oder „Fang an mit …?". Also: Stoppe oder starte? Die Antwort lautet: Probieren Sie es aus. Und bedenken Sie dabei die beiden Motivationsrichtungen „Hin zu" (Erfolgsorientierung) und „Weg von" (Misserfolgsvermeidung). 

Wer auf Sicherheit spielt, möchte keine Fehler machen. Solche Menschen sind für die Botschaft „Hör auf mit …" zugänglich – besonders wenn das Stopp bekannt und klar beschrieben ist. Beispiele: „Kein Ja-Aber ohne Alternative"; „Kein Verkaufsgespräch ohne Vereinbarung.". Wichtig dabei ist: Die Verhaltenserwartung ist klar. Hilfreich ist: die soziale Kontrolle. Denn Sicherheit heißt im sozialen Kontext: Ich fühle mich aufgehoben in der Gemeinschaft, ich werde akzeptiert. Deshalb helfen soziale Regeln und Rückmeldungen im Team. So gehen soziale Verstärkung und Selbstinstruktion zusammen.

Starten: „Fang an mit …"

Doch beim Stoppen darf man nicht stehen bleiben. Denn jedem Ende wohnt ein Anfang inne. So stellt sich der eher zukunftsorientierte Mensch, der aufgefordert wird, eine gewohnte Praxis zu beenden, die Frage: „Was dann?" – oder auch: „Wie schaff ich das?". Jetzt ist das Starten angesagt. Neues Handeln ist gefragt. Für die oben genannten Beispiele kann das heißen: „Wenn Dir ein Lösungsvorschlag nicht gefällt, dann verbessere oder verändere ihn." – „Kläre in jedem Verkaufsgespräch abschließend die nächsten konkreten Schritte."

Weitermachen: Bleib dran!

Ob in der Selbst- oder Mitarbeiterführung: 
  • Finden Sie eine dynamische Balance von Stoppen, Starten, Weitermachen. 
  • Etablieren Sie Lern-/Aktivierungsschleifen: Tun – Feedback – Verbessern/Weitermachen (Team oder persönlicher Buddy)
  • Bleiben Sie dran. Nur so bauen Sie neue gesunde Routinen auf.
Umsetzungsmatrix: ICH, WIR, ES

Um ein wenig Struktur in die Geschichte zu bringen, kann diese Matrix helfen. Denn das, was ich stoppen, starten oder weitermachen möchte oder sollte hat immer mit diesen drei Feldern zu tun: mit mir und meiner Selbstführung, mit meinen Kollegen, Mitarbeitern, Vorgesetzten, Kunden und mit meinen Sachaufgaben, meinen Konzepten, Projekten. 

In der Matrix können sich Ihre Vorhaben dynamisch entwickeln. Sie können mit einzelnen Feldern und konkreten Aktivitäten beginnen. Das kann z.B. das Erstellen von Berichten oder Verfassen von Mails sein oder Ihr Verhalten in Meetings oder das Kritikgespräch mit P. , das Sie schon seit einer Woche aufschieben oder …

Nutzen Sie die Matrix für sich selbst oder auch im Team gemeinsam.
Wichtig ist, dass Sie anfangen – Jetzt!



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