Sich wohl fühlen oder sich entwickeln?
  Lernzonen für die Selbst- und Mitarbeiteraktivierung

Die Komfortzone als Home Base und Aufwärmzone

Immer wieder wird die Komfortzone bemüht, wenn es gilt, neue Herausforderungen zu meistern. Die Botschaft mündet oft in den Appell: Du musst Deine Komfortzone verlassen! Doch verfehlt diese oft ihre Wirkung. Das darf nicht verwundern. Niemand gibt ohne Not Gewohnheiten auf. Denn diese entlasten das Hirn, geben Sicherheit und vermitteln ein Wohlgefühl. Man fühlt sich heimisch. Tür zu, Beine hoch. Das gilt nicht nur für die unwirtliche Jahreszeit in den privaten vier Wänden. Der Autopilot sorgt auch bei vielen Routiniers in der Arbeitswelt für ein überwiegend wohliges Funktionieren. Nochmals: Das ist oft gesund und sorgt für eine angemessene Leistungserbringung bei Routineaufgaben. Doch ändert sich das, wenn ein Sturm am Gehäuse der Gewohnheiten zerrt. Spätestens dann sollte der Gehäusebewohner einen Fuß vor die Tür setzen und sich den frischen Wind um die Nase wehen lassen. Denn der Klimawandel und Wetterumschwung in Wirtschaft und Gesellschaft machen vor dem Schreibtisch oder der Werkbank nicht halt.

Dafür kann er sich allerdings in seiner Wohlfühloase rüsten – für eine erste Exkursion. Wie wird man also wetterfest und widerstandsfähig? Zunächst bietet sich an, Türen und Fenster zu öffnen. Bitte nicht nur kippen. So eine Stoßlüftung sorgt dagegen für eine Belebung von Geist und Körper. Lassen Sie das, was von draußen kommt, einfach mal an sich ran. Wenn Sie sich ordentlich erschreckt (ungewohnte Kälte) und erfrischt haben, schließen Sie ihr Gehäuse wieder – und machen sich bereit für einen Ausflug. 




Keine Panik – Ausweiten der Wohlfühlzone durch Eroberung der Stretch-Zone

Der Mensch soll treten in die Welt,
als wäre sie sein Haus. 
Man geht nicht in die Schlacht als Held. 
Man kommt als Held heraus.
(Friedrich Hebbel)

Klar – ohne Selbstüberwindung und einen ersten Schritt geht es nicht. Doch wenn Sie erst einmal am Neuen und Anderen geschnuppert haben, dann ist das gleich nicht mehr so bedrohlich. Wenn der frische Wind schon mal kurzzeitig durch Ihre heimische Bude gezogen ist, dann schmeißt er Sie auch nicht gleich um, wenn Sie ihm vor der eigenen Haustür begegnen. Beherzigen Sie dabei bitte zwei Punkte. Erstens, wenn Sie sich innerlich schon etwas mit dem frischen Wind angefreundet haben, dann machen Sie schnell neue Erfahrungen: Stellen Sie sich den Notwendigkeiten. Zweitens, überdehnen Sie sich nicht – konfrontieren Sie sich schrittweise mit den Herausforderungen vor Ihrer Haustür. Probieren Sie sich aus, experimentieren Sie mit Ideen und Vorgehensweisen – egal ob es sich um das Schreiben von Texten, Erstellen von Präsentationen, Kommunizieren mit Kunden oder Kollegen  etc. geht.

Entwickeln Sie Ihre persönliche Strategie zur Desensibilisierung und Akklimatisierung. Übernehmen Sie neue Aufgaben, bauen Sie Ihre Beziehungen aus, finden Sie Gleichgesinnte, erledigen Sie Routineaufgaben anders… 

Mutig machen ist die Devise. Packen Sie Altes neu an oder Neues voller Zuversicht. Sammeln Sie kleine Erfolgserlebnisse. Dann dehnen Sie Ihre Entwicklungszonen schrittweise aus. Schließen Sie sich anderen an oder stoßen Sie Projekte mit Verbündeten an. Suchen Sie Feedback und Unterstützung.



Own Zone – die persönliche Herausforderungszone

Pendeln Sie regelmäßig zwischen Ihrer Home Zone und Ihrer Stretch Zone. Das muss nicht täglich geschehen. Wenn Sie aber ein ausgeprägter Routinier sind, dann sollten Sie anfangs häufiger kleine Veränderungen im Alltag aktiv umsetzen. Denken Sie dabei nicht zuletzt an Ihre Gesundheit: Machen Sie regelmäßig – täglich - Dehnübungen. Bleiben Sie beweglich.

Auf diese Weise überwinden Sie Dehnungsschmerzen. Ihre Wohlfühlzone erweitert sich, ebenso Ihre Stretch Zone. Entwickeln Sie so Ihre Own Zone. Die Own Zone ist der Bereich, in dem Sie Ihre persönlichen Potenziale am besten aktivieren können. Hierzu sollten Sie ergründen, welche Herausforderungen, Aufgaben, Projekte Ihnen dabei helfen und welcher Belastung Sie sich stellen sollten, damit sie selbstwirksam werden. Oder anders gefragt: Was sollten Sie anpacken, damit Sie Ihren Beitrag zur Wertschöpfung leisten und Erfolgserlebnisse haben?



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