Manifest für eine Beitragskultur
  Solidarität - Verantwortung - Fairness - Klarheit

Wo wir stehen – was wir brauchen

Wir schreiben das Jahr 2017. Und soeben lese ich, dass 27% der 20- bis 34-Jährigen viel Geld verdienen wollen, aber nur 14% bereit sind, einen positiven Beitrag zum Ganzen zu leisten. Betitelt ist die Meldung in einer Fachzeitschrift mit „Führungskräftemangel droht". Denn andere Mitarbeiter führen wollen auch nur 3% der befragten jungen Berufstätigen. Und so überbieten sich die Unternehmen dabei, sich möglichst attraktiv dem Nachwuchs zu präsentieren. Sie gehen in Vorleistung, kreieren und kredenzen Feelgood-Management-Programme – alles in der Hoffnung, damit dem tatsächlichen oder vermeintlichen Mangel an Fach- und Führungskräften ein Schnippchen zu schlagen. Dabei kommt zu kurz, was Unternehmen zu Recht von Bewerbern und Mitarbeitern (jungen wie älteren) fordern müssen: deren Beitrag zum Gelingen des Ganzen. Denn Gesundheit, Arbeitszufriedenheit und Potenzialentwicklung erfordert persönliche Anstrengungen und die Vermeidung chronischer Schonhaltungen. Die viel beschworene Resilienz entwickelt der Mensch auch nur durch die Bewältigung von Herausforderungen.

Deshalb ist es geboten, dass sich Unternehmen bewusst einer Beitragskultur verschreiben. Das bedeutet, dass Unternehmen und ihre Führungskräfte klar kommunizieren, welchen Beitrag sie von den Beschäftigten erwarten und die Mitarbeiter befähigen, ihren Beitrag leisten zu können. Denn Unternehmen sind Leistungsgemeinschaften. Damit diese menschlich, sozial und wirtschaftlich gelingen, braucht es Solidarität genauso wie eine Beitragspflicht des Einzelnen.

Gemeinschaft und Solidarität – Verpflichtung und Verantwortung

Jeder Mensch ist Mitglied mehrerer Gemeinschaften. Die Mitglieder einer Gemeinschaft teilen gemeinsame Überzeugungen und verpflichten sich einem gemeinsamen Auftrag. Das gilt u.a. für Unternehmen, Projektteams, Sportvereine/ -mannschaften. Als Mitglied/Mitarbeiter einer Gemeinschaft/eines Unternehmens verpflichtet sich der Mensch zu bestimmten Haltungen und Handlungen. Das Zugehörigkeitsgefühl kann je nach Gemeinschaft stärker oder schwächer sein. Doch ist ein Mindestmaß an Wir-Gefühl und Verbundenheit notwendig, sonst bricht die Gemeinschaft auseinander. Ohne Gemeinschaftssinn und Solidarität der Mitglieder hat eine Gemeinschaft keine Zukunft.

Geben und nehmen – Beitrag und Fairness

Jedes Mitglied der Gemeinschaft  ist verpflichtet, seinen Beitrag zum Gelingen gemeinsamer Projekte zu leisten und den Zusammenhalt zu stärken. Geben und Nehmen der Einzelnen entspricht den gemeinschaftlichen Notwendigkeiten und den persönlichen Möglichkeiten. Jeder gibt, was er kann und die Gemeinschaft braucht. Dabei gilt: erst geben, dann nehmen. Einer für alle – dann alle für einen. Der Einzelne hat eine Beitragspflicht. Wer seinen möglichen persönlichen Beitrag der Gemeinschaft verweigert, spielt unfair. Unfaires Verhalten darf eine Gemeinschaft nicht dulden. 

Kommunikation und Feedback  - Klartext mit Herz

Die Mitglieder der Gemeinschaft tauschen offen und direkt ihre Erfahrungen und Erwartungen aus. Regelmäßig erhält jeder Rückmeldung zu seinen Beiträgen: was passt und was (noch) nicht. Jeder erfährt, wie er von den anderen gesehen wird. Jeder wird ermutigt und unterstützt, sich bestmöglich in die Gemeinschaft zu integrieren und zum Wohle aller produktiv einzubringen. Auch eine gelbe Karte oder Abmahnung kann freundlich erteilt werden. Doch ist die Botschaft eindeutig: Ändere Dein Verhalten. Nutze Deine Chance! 



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