ACT - Akzeptanz-Commitment-Training
  Schwierigkeiten meistern - den Wandel gestalten - sich selbst entwickeln

Falsche Grundannahme: Glück als Naturzustand und Lebensziel
Wer diesem Dogma folgt, programmiert sein Unglück: denn Glück ist nicht der Normalzustand des Menschen, sondern Glückssache. Normal sind dagegen die Probleme, Wechselfälle und Schicksalsschläge, die das Leben für jeden bereithält: Krankheit, Stress, Burnout, Scheidung, Beziehungsprobleme, Geldprobleme … Wer diese Widrigkeiten  ignoriert oder sich glücksselige Fantasien erträumt, leidet an Realitätsverlust und erliegt dem Wohlfühlwahn.  Allerdings ist man dann gerade nicht in der Lage, das Notwendige zu tun.  Doch gehört zu einer tiefen Lebenszufriedenheit , Probleme zu durchleben und zu bewältigen.  Hilfreich ist deshalb der Leitgedanke des großen kritischen Rationalisten Karl R. Popper: Alles Leben ist Problemlösen.

Ursachen für Leiden
Vermeidungsverhalten

Es erscheint allzu menschlich, belastende Situationen zu meiden, um damit störende Emotionen und Gedanken auszuschließen oder zu reduzieren. Doch passiert genau das Gegenteil: Vermeidungsverhalten funktioniert nicht. Unerwünschte Gedanken und Emotionen werden oft noch verstärkt.  Dazu verbraucht das Vermeidungsverhalten unnötig Zeit und Energie, statt diese in problemlösende Aktivitäten zu investieren.

Kognitive Konstruktionen - Leben im Gestern und Morgen
Das wiederholte Vermeiden  der belastenden Wirklichkeit geht Hand in Hand mit beruhigenden gedanklichen Konstruktionen. („Was will man auch machen." „Ist eigentlich so schlecht nicht." „So sind halt die Zeiten."). Man schwelgt in der Vergangenheit  - verklärt bis ehrfurchtsvoll („Weißt du noch, …") und träumt von einer rosigen oder auch schwarzen Zukunft („Morgen aber …"; „Wenn ich in Rente bin …"; „Was da auf uns zukommt …"). Glücks- oder Alpträume! In jedem Fall fehlt der Bezug auf das Hier und Jetzt - auf das, was im Augenblick zählt und möglich ist.

Festhalten am Selbstkonzept 
Mein Selbst-Bild resultiert aus den ich-bezogenen Geschichten, die ich mir immer wieder selbst erzähle („Ich bin halt so, weil ich so erzogen worden bin und dies und jenes erlebt habe …"). Problematisch ist, wenn ich dieser Erzählung glaube und sie in die Zukunft projiziere. Doch kann ich meine Lebensgeschichte anders fortschreiben und ein neues Kapitel aufschlagen.

Mangelnde Werte-Klarheit
Wer blind darauf bedacht ist, negative Gedanken und Emotionen zu unterdrücken, hat oft keine Klarheit über seine Werte.  Er hat in belastenden und aufwühlenden Situationen den Kontakt zu dem verloren, was für ihn im Leben zählt, was für ihn wirklich wichtig ist. Wer sinnlos Schmerz empfindet, leidet. Wer den Sinn im Schmerz begreift, geht durch diesen durch.

ACT –
das Akzeptanz-Commitment-Training
Das Akzeptanz-Commitment-Training (ACT) unterstützt  Menschen und Teams dabei, notwendige Veränderungen beherzt anzugehen und Verbesserungen aktiv anzustreben. Das Training integriert die nachstehenden Ebenen bzw. Schritte.

Akzeptanz – Es ist, wie es ist

Die Voraussetzung für Veränderungen und Verbesserungen im Leben oder im Unternehmen  ist: Wahrnehmen und annehmen, was ist. Akzeptieren heißt nicht, etwas zu beschönigen, sondern die gegebene Situation und das innere Erleben anzunehmen. Dass dabei auch Ängste oder Aggressionen spürbar werden, ist menschlich.

Abstand zu Gedanken
Gedanken sind Gedanken. Oft haben sie mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Dann beunruhigen uns unsere Gedanken mehr als die Realität. Die falschen Gedanken können lähmen.  Es kommt also darauf an, die Wirklichkeit mit Abstand und aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Ein kritisches Feedback , ein Fehler oder ein Verlust muss nicht als Katastrophe interpretiert werden. Wer drei verschiedene Menschen zum selben Sachverhalt befragt, hat diese Erkenntnis sicher schon gewonnen.

Achtsam im Hier und Jetzt
Unsere Gedanken führen uns in die Vergangenheit oder in die Zukunft. Doch Handeln findet immer im Hier und Jetzt statt. Deshalb ist die Fokussierung auf die Gegenwart wesentlich. Entscheidend ist, Kontakt zu sich und der augenblicklichen Situation zu finden: Was bewegt mich jetzt innerlich? Was zählt in diesem Augenblick?

Selbst-Erkenntnis: Wer bin ich?
Gern wird die Frage erweitert zu: Und wieviele? Der Punkt ist: jeder Mensch spielt in seinem Leben verschiedene private, berufliche, organisationale Rollen , z.B. als Ehemann, Ingenieur, Abteilungsleiterin. Doch keine Rolle ist mit seinem Selbst identisch. Was einen Menschen in seiner Einzigartigkeit ausmacht, ist das, wodurch er seine verschiedenen Rollen prägt, wie er in seiner Rolle lebendig und stimmig wirkt. Andererseits spürt mancher sein Selbst rebellieren, wenn die Rolle zum Gefängnis wird.

Werte – was wirklich zählt
Was ist mir wichtig? Worauf kommt es mir im Leben an?  Was zählt für mich jetzt – in dieser Situation? Es geht hier nicht um konkrete Ziele, die man erreichen und dann abhaken kann,  sondern um die Haltung, mit der ich den Anforderungen des Lebens begegne.  Werte zeigen sich stets neu in alltäglichen Handlungen und Haltungen. Welche Werthaltungen sind also Grundlage meiner Handlungen?

Commitment – Es ist mir ernst
ACT meint das, was das Wort ausdrückt: Handle! Entscheidend ist letztlich, in Übereinstimmung mit den eigenen Werten und den situativen Notwendigkeiten engagiert zu handeln. Das gilt besonders, wenn es schwierig scheint und man selbst Zweifel hat. Hier hilft nur beherztes Tun: mutig machen. Das wiederum ermutigt zum Weitermachen. Die Haltung dahinter besagt:  Es ist mein Leben. Ich habe kein anderes. Ich bin für mein Leben verantwortlich.  Ich werde versuchen, das Beste daraus zu machen.



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